LTE
Was hat es mit 4G auf sich und was kann der Mobilfunkstandard?

Mesh WLAN-Router

Ist 4G LTE? Nein, so einfach ist es nicht. LTE ist die Abkürzung für Long Term Evolution und die Bezeichnung für einen Mobilfunkstandard der dritten Generation, kurz 3G. Damit ist klar: Es gibt Unterschiede zwischen LTE und 4G. 4G steht für die Mobilfunk Standards der vierten Generation, ist also "neuer" als LTE. Aber was genau bedeutet LTE, wie ist das LTE Netz in Deutschland aufgebaut, und was kann welcher Mobilfunk Standard? Macht ein Mobilfunk Vergleich überhaupt Sinn, oder ist am Ende sowieso alles das Gleiche? Immerhin gibt es inzwischen bei jedem Mobilfunkanbieter WLAN für unterwegs ... Bevor Du jetzt genervt diese Seite schließt, klären wir Dich auf.

Was ist LTE bzw. 4G?

LTE steht für Long Term Evolution und ist ein weiterentwickelter Mobilfunk Standard der dritten Generation. Eigentlich. Denn LTE wurde gegen Ende 2010 eingeführt und wird oft als Mobilfunk Standard der vierten Generation bezeichnet oder gleich mit dem Kürzel 4G bezeichnet. Von den Standards von 3G unterscheidet sich LTE aber durchaus. Denn genau genommen handelt es sich um einen 3.9G Standard. Als Tarifoption für Smartphone-Verträge und mobiles Internet ist also 4G und LTE quasi synonym. Die Technologie wird für die Breitbanderschließung der ländlichen Regionen eingesetzt und kann durchaus als DSL Ersatz angesehen werden. LTE/4G hat im Vergleich zu den vorherigen Standards 2G und 3G einige Vorteile:

  • Die Geschwindigkeiten sind höher, wodurch sich geringere Wartezeiten und ein optimiertes Online-Erlebnis ergeben.
  • Die Telefonie hat sich ebenfalls deutlich verbessert.
  • Verbindungen sind stabiler, und das sogar bei Bewegungen wie beispielsweise mit dem Auto oder in der Bahn.
  • Die Netzabdeckung ist inzwischen deutlich besser als bei 3G: DAs 4G Netz ist flächendeckend verfügbar.
  • Der Stromverbrauch ist mit 4G geringer als bei 3G, wodurch sich die Akkulaufzeiten des Smartphones verlängern.

Aber wie schnell ist LTE nun tatsächlich?

LTE oder 4G ist für Verbraucher in erster Linie aufgrund der schnellen Surfgeschwindigkeit interessant. Das 3G Netz bot so etwa zwischen 7 MBit/s bis 40 MBit/s, das LTE Netz erlaubt 100 MBit/s, 150 MBit/s oder sogar 500 MBit/s. Die genaue Geschwindigkeit hängt allerdings sowohl vom gebuchten Tarif als auch vom Netzausbau vor Ort und der zur Verfügung stehenden Hardware ab. ES kann also durchaus sein, dass LTE Internet bei Dir nicht ganz die versprochenen Geschwindigkeiten erreicht. Dazu kommt, dass Du im Alltag mit niedrigeren Geschwindigkeiten rechnen musst als das, was Dir beim Netz-Check als zu erwartende Geschwindigkeit angezeigt wird. Oft siehst Du bei den Tests nämlich die technischen Maximaldatenraten.

Was ist LTE?

Das "eine" LTE gibt es tatsächlich nicht. LTE/4G wird ständig weiterentwickelt und verbessert. Und das betrifft auch die Hardware: Bei den Geräteherstellern findest Du daher Angaben wie "Kategorie 3", das sind Geräte, die Datenraten bis zu 100 MBit/s ermöglichen. Geräte der Kategorie 6 (international meist als CAT6 abgekürzt) bieten Dir schon bis zu 300 MBit/s. CAT6 heißt inzwischen auch LTE Advanced und soll sich nicht nur aufgrund des Namens von den anderen Stufen von LTE abheben. Immerhin bieten Dir Geräte von CAT6 die sechsfache Geschwindigkeit eines flotten VDSL-Anschlusses. Und das mobil. 2019 geht es übrigens schon weiter: Wir sind bei 4.5G und 5G angelangt. Versprochen sind bis zu 1.000 MBit/s in allen Städten und Ballungszentren.

Weltweit ist LTE übrigens auf dem Vormarsch. In Deutschland deckt das LTE Netz von den unterschiedlichen Anbietern insgesamt schon 95 % bis 98 % der gesamten Fläche ab, und bis Ende 2020 soll es überall in Deutschland ohne Ausnahme LTE Netz geben.

Weitere Einsatzgebiete

Auch wenn LTE für dich vermutlich primär im Smartphone Verwendung findet, kann es gleichzeitig auch als DSL-Alternative dienen. Vor allem in ländlichen Gebieten oder aber auch bei Ausfall der eigenen DSL-Leitung kann man mit Hilfe eines sogenannten LTE-Router weiterhin online bleiben. Das hat den großen Vorteil, dass man mit so einer Backup-Lösung ständige Verfügbarkeit garantieren kann. Denn dass gleichzeitig die DSL-Leitung und der Mobilfunk-Anbieter ausfällt, ist sehr unwahrscheinlich.

Was ist 5G?

5G war ursprünglich für das Jahr 2020 geplant, allerdings wurden die dazugehörenden Frequenzen schon im Sommer 2019 in Deutschland versteigert. 5G wird deutlich schneller sein und kann bis zu 10.000 MBit/s oder sogar 20.000 MBit/s schaffen. So zumindest in der Theorie, praktisch liegen die ersten 5G-Tarife noch im Bereich von wenigen Gigabit oder einigen hundert MBit.

Der Standard 5G ist so interessant, weil er auch industriell genutzt werden soll. Autonomes Fahren beispielsweise bietet nur bei ausreichender Geschwindigkeit der Datenübertragung die erforderliche Sicherheit - das kann LTE nicht leisten. Intelligente Fabriken und sogar smarte Städte sind mit den neuen, höheren Datenübertragungsraten denkbar. Allerdings wird das Netz sehr viel mehr Funkstationen erfordern, es wird dichter und damit sehr viel teuerer ausfallen. Für Dich bedeutet das: Wenn Du 5G nutzen willst, benötigst Du andere Hardware. Nett ist dagegen, dass die Mobilitätseigenschaften sich weiter verbessern und der Stromverbrauch noch einmal sinken wird.

Fazit: Mobiles WLAN bietet Vorteile

LTE ist für das Smartphone heute noch kein absolutes Muss, wird es aber in absehbarer Zeit sein. Denn die Mobilfunkanbieter haben bereits angekündigt, dass das 3G Netz in absehbarer Zeit abgeschaltet werden wird. 4G oder LTE wird weiterhin verfügbar sein, und in Kürze auch das 5G Netz. Du solltest Dich rechtzeitig darum kümmern, dass Deine Hardware mithalten kann. Denn die neuen Mobilfunk Standards bieten von stabilen Verbindungen unterwegs und zu Hause bis hin zu einem niedrigeren Stromverbrauch zahlreiche Vorteile.

vgwort

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