WLAN funktioniert nicht
10 häufige Ursachen und Tipps zur Lösung

Mesh WLAN-Router

Ständig unterbrechende Videos, Fehlermeldungen im Browsern, der rote Ring als Fehlermeldung am Sprachassistenten oder ein verschwundenes WLAN: Wenn das WLAN nicht funktioniert, betrifft das heute viele Geräte im Haushalt – und der Fehler kann viele Ursachen und Lösungen haben. Die 10 häufigsten Probleme, Ursachen & Lösungen für den Hilferuf „Das WLAN funktioniert nicht“ zeigt dieser Artikel.

1. WLAN-Button: Aus Versehen das WLAN am Router deaktiviert?

Viele Router verfügen über einen Knopf mit dem das WLAN manuell an- und ausgeschaltet werden kann. Das muss nicht unbedingt beabsichtigt erfolgen, sondern passiert auch schnell mal beim Staub wischen. Ist eine solche Taste vorhanden, verfügt der Router auch über eine LED, die bei aktivem WLAN leuchtet. Ein kurzer Blick sorgt hier schon für Gewissheit.

2. WLAN geht nicht: Bin ich überhaupt online?

Eine der häufigsten Ursachen ist eine Unterbrechung der Internetverbindung, die sich auf den ersten Blick dann eben auch als nicht funktionierendes WLAN zeigt. Ist das der Fall, zeigt das Betriebssystem (egal ob PC oder Smartphone) beim WLAN-Status mit einem Ausrufezeichen an, das mit dem WLAN zwar alles ok ist, aber keine Internetverbindung hergestellt werden kann.

Ein Blick auf die Status-LED des Routers genügt aber auch: Blinkende Lämpchen sind oft ein Zeichen für temporäre Probleme mit der Verbindung. Sitzen alle Kabelverbindungen am Router richtig fest? Besonders bei Haustieren oder im Haus umherfahrenden Staubsaugerrobotern kommt es schnell mal zu diversen Zwischenfällen mit der Kabelage.

Bevor du also Maßnahmen zur Wiederherstellung deines WLANs ergreifst, prüfe auch zunächst ob nicht bei deinem Internetanbieter ein Problem vorliegt. Führe aber davor unbedingt noch den dritten Tipp durch, der dir viel Zeit sparen kann.

3. Neustart probiert? Den Router An- und Ausschalten

Die Lösung ist schon beinahe zu einfach, hilft aber oft: Einfach mal den Router neu starten! Der Tipp gilt eigentlich für alle modernen Geräte, egal ob Fernseher, Smartphone oder die Waschmaschine. Ein alter Mythos ist auch, das Gerät für 20 Sekunden komplett vom Strom zu trennen.

Angeblich sollen sich dann die Speicherchips wirklich „leeren“ können und danach ganz frisch neu starten. Erfahrungsgemäß war diese Maßnahme in der Vergangenheit bei Kabelroutern oft sehr hilfreich.

4. Hallo? Ist da jemand? Die SSID

Was ist eine SSID? Die SSID ist der Name deines WLAN-Netzwerkes, der bei der Einrichtung vergeben wurde. Die Hersteller liefern ihre Router mit einer voreingestellten WLAN-Konfiguration aus. Diese unterscheidet sich aber nur im Kennwort, nicht im Namen des WLANs. Dafür wird oft der Name des Routers selbst verwendet. Das ist natürlich ein Problem, wenn in direkter Nähe zwei identische Router mit dem gleichen Netzwerknamen stehen und die Geräte damit andauernd durcheinander geraten.

Ein anderes Problem ist es, wenn die SSID gar nicht sichtbar ist. Mit dieser Funktion lässt sich ein WLAN verbergen und wird dann in der Liste der verfügbaren Netzwerke gar nicht angezeigt. Eine Anmeldung ist dann nur für denjenigen möglich, der auch den Namen des WLANs kennt und diesen bei den Zugangsdaten mit eingibt. Fälschlicherweise gehen manche davon aus, dass dies die WLAN-Sicherheit erhöht - dies ist allerdings nicht der Fall.

Um auch zukünftig Probleme zu vermeiden, empfehlen wir für das WLAN eigene, individuelle Einstellungen vorzunehmen und dieses für neue Geräte auch anzeigen zu lassen. Diese Einstellungen können in den WLAN-Einstellungen des Routers vorgenommen werden.

5. WLAN-Störungen durch andere Geräte

Seit dem Kauf der neuen Mikrowelle oder dem Wechsel des Routerstandorts gibt es mit deinem WLAN immer wieder Probleme? Auch Haushaltsgeräte oder nicht ausreichend abgeschirmte Stromkabel können Störungen im WLAN verursachen. Häufig ist die Ursache für das Problem nicht ein Gerät alleine, sondern die Kombination aus mehreren unglücklichen Umständen – insgesamt sind diese Art von Störungen aber eher selten.

Oft hilft dann ein Standortwechsel des Routers oder der Wechsel der WLAN-Frequenz. Moderne Router funken auf 2,4 GHz und auf 5 GHz, modernere Geräte verbinden sich dann automatisch mit 5 GHz, diese Frequenz ist weniger anfällig für Störungen. Ältere Geräte können sich dann aber nicht verbinden, auch smarte Geräte wie Lampen oder WLAN-Steckdosen verbinden sich oft nur mit 2,4 GHz – hier funken aber eben auch Mikrowelle und der PlayStation-Controller.

6. Ist der Router in Reichweite?

Laut Herstellerangaben sind die Reichweiten des WLANs immer sehr hoch. Leider ist das nur unter Idealbedingungen der Fall. Darum darf diesen Angaben darf nicht immer voll vertraut werden, da die wirkliche Reichweite einzig und allein von den baulichen Umständen abhängig ist.

Ist das WLAN-Signal zu schwach, ist nicht nur die Verbindung langsam. Es kann auch zu ständigen Unterbrechungen kommen. Alle Endgeräte zeigen die Stärke des WLAN-Signals an. Ist hier nur wenig Empfang da, muss das Endgerät näher an den Router heran oder ein WLAN Verstärker muss für Abhilfe sorgen.

7. Authentifizierungsproblem: Ist das WLAN-Passwort korrekt?

Wenn alle deine Geräte plötzlich ein Verbindungsproblem haben, könnte das auch an geänderten Zugangsdaten liegen. Oder besser gesagt: Das WLAN-Passwort wurde geändert. Ist das der Fall und du weißt nichts von einer Änderung, sollten die Alarmglocken bei dir angehen. Denn: wenn du nicht das WLAN-Passwort geändert hast, wer war es dann?

Warst du es nicht selbst, oder jemand aus deiner Familie bzw. Mitbewohner, ist die Gefahr groß das jemand deinen Router gehackt hat. Router verfügen heute über einen Passwortschutz für den Zugriff auf die Benutzeroberfläche. Dieser sollte keinesfalls aus Gründen der Bequemlichkeit deaktiviert werden! Ist auch dieser Zugriff nicht möglich oder war gar nicht erst eingerichtet, kann es durchaus zu einem fremden Zugriff gekommen sein.

Ist das Kind in den Brunnen gefallen und auch der Zugriff auf die Benutzeroberfläche des Routers ist nicht mehr möglich, musst du das Gerät auf den Werkszustand zurücksetzen. Damit gehen leider alle Einstellungen verloren und der WLAN-Router muss komplett neu konfiguriert werden.

Zum Zurücksetzen gibt es einen kleinen Resetknopf, der sich oft nur mit der Spitze eines Kugelschreibers betätigen lässt. So wird ein versehentlicher Reset vermieden. Wo sich der Knopf befindet, steht in der Anleitung zum Gerät.

Ein geändertes Passwort muss aber nicht zwingend ein Anzeichen für einen Angriff auf den Router sein. Auch bei einem automatischen Update der Systemsoftware kann es zu Fehlern kommen, bei dem einfach die Einstellungen des WLANs nicht korrekt übernommen werden.

An dieser Stelle der kurze Hinweis auf ein tolles Feature vieler Geräte. Die aktuelle Systemkonfiguration kann exportiert werden, so dass diese auf dem Computer oder auf einem USB-Stick abgelegt werden können. Dieses Backup kann nach einem Werksreset viel Zeit bei der Einrichtung sparen und alles ist in wenigen Minuten erledigt.

8. Sicherheit: Sicherheitssoftware blockiert das WLAN

Sicherheitssoftware vereint häufig einen Virenscanner und eine Firewall, um den Computer bestmöglich vor Gefahren abzusichern. Diese lauern durch Viren sowohl auf dem Computer, die aber überhaupt erst durch das Internet dorthin gelangen können. Das ist sehr nützlich, manchmal aber auch etwas übereifrig wenn auch der Zugriff auf WLAN-Netzwerke geblockt wird.

Das Problem verbirgt sich dann in den Einstellungen der Firewall, dort kann das blockierte Netzwerk auch freigegeben werden. Wer sich auf die in Windows 10 integrierte Firewall und Antivirus verlässt, hat damit aber in der Regel keine Probleme.

Hier steckt der Fehlerteufel also nicht im Router oder dessen Einstellungen, sondern in einer zu vorsichtig arbeitenden Security-Software.

9. Treiberprobleme beheben

Ein PC lässt sich aus hunderten von Einzelkomponenten verschiedener Hersteller beliebig zusammenbauen. Daraus ergeben sich unendliche Kombinationen an Hardware, die dann nicht immer optimal zusammenarbeitet.

Auch wenn es heute unter Windows 10 kaum noch erforderlich ist, einen Treiber aus dem Internet herunterzuladen oder gar von der mitgelieferten CD zu installieren, kommt es bei älterer Hardware doch manchmal zu Problemen.

Verfügt der Computer über kein eigenes WLAN-Modul und wird durch ein entsprechendes USB-Gerät ergänzt, kann es aufgrund des Alters beim Wechsel auf ein neues Betriebssystem zu Problemen kommen. Wenn die Geräte aber behalten werden sollen, hilft ein Blick auf die Webseite des Herstellers, um einen passenden Treiber für das verwendete Betriebssystem zu finden und zu installieren.

10. Ist der Router defekt?

Können deine WLAN-Probleme trotz dieser Vielzahl an Tipps nicht gelöst werden, kann es durchaus sein, dass der Router defekt ist. Um sicherzugehen, solltest du mit dem Netzwerkkabel eine Verbindung zum Router herstellen. Wenn die Internetverbindung dann auch nicht funktioniert und vorher keine Änderungen an den Einstellungen des Routers vorgenommen wurden, ist ein Defekt durchaus möglich.

Gehört der Router mit zum Vertrag, setze dich mit deinem Anbieter in Verbindung um ein Ersatzgerät zu erhalten.

Wenn auch diese Tipps nicht helfen

Konnten dir diese Tipps bei deinen WLAN-Problemen helfen? Wenn ja, freuen wir uns dir gute Tipps gegeben zu haben. Wenn nicht, beschreibe doch dein Problem in den Kommentaren unter diesem Artikel. Vielleicht können wir oder andere Nutzer dir noch einen weiteren wertvollen Ratschlag anbieten – und diesen auch noch in unsere Liste integrieren.

vgwort

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