WLAN-Hotspots
Was Kunden und Besucher heutzutage erwarten

Mesh WLAN-Router

Die Nutzung eines leistungsstarken WLAN-Netzes ist längst nicht nur im privaten Bereich. Sobald Menschen mit ihrem Smartphone oder Laptop unterwegs sind, ist der Wunsch nach einem öffentlichen Netzwerk groß. Tatsächlich können Sie als Ladengeschäft oder Restaurant ein Zeichen setzen und Kunden mit einem öffentlichen WLAN-Netz Aufenthalt und Einkauf versüßen. Doch was erwarten Besucher konkret, wenn Sie im öffentlichen Raum nach einem Hotspot Ausschau halten?

Öffentliches WLAN: Nicht überall ein Standard

Auf der Suche nach öffentlichen Hotspots muss man in Deutschland je nach Region Geduld haben. Während in Großstädten fast an jeder Ecke ein Restaurant oder anderer Dienstleister WLAN bereitstellt, ist dies in Kleinstädten und auf dem Land kein Standard. Je nach Region sind Menschen hier besonders auf ein gutes WLAN-Signal angewiesen, da der Ausbau ihres Mobilfunknetzes mit hohen Bandbreiten nur schleppend vorankommt.

Ob Skandinavien oder Holland, in vielen europäischen Nationen ist das öffentliche WLAN zur absoluten Selbstverständlichkeit geworden. Auch wenn Deutschland hier noch etwas Nachholbedarf hat, können Sie mit Ihrem Geschäft oder Restaurant einen Beitrag leisten. Hierbei empfiehlt es sich, einen gesonderten WLAN-Zugang für Ihre Gäste im Vergleich zu Ihrer eigenen Nutzung anzulegen. Dies schafft größere Sicherheit und klärt außerdem, wer zu welchem Zeitpunkt auf welches Netzwerk zugegriffen hat.

Kunden und Gäste durch WLAN anlocken

Ob sich die Einrichtung eines WLAN-Netzes für Ihr Unternehmen oder Geschäft lohnt, sollten Sie von der Situation im direkten Umfeld abhängig machen. Falls Sie beispielsweise als Café im Umkreis mehrerer Restaurants liegen und keiner bietet bislang WLAN an, können Sie hier ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Gerade im ländlichen Raum ist dies ein starker Service, wenn Sie das einzige Hotel oder Restaurant im direkten Umfeld sind.

Damit Sie von einer positiven Wirkung des WLAN-Netzes profitieren, sollten Sie keine gesonderte Gebühr für die Nutzung verlangen. Dies ist maximal in Hotels möglich und etabliert, hierbei sollten Sie den Nutzer allerdings mit hohen Bandbreiten überzeugen. Dies gilt genauso für den LAN-Anschluss im Zimmer, den vor allem Business-Hotels für Gäste mit Laptop oder Tablet anbieten sollten.

Vergleich der Tarife privat und gewerblich nutzen

Ähnlich wie für die Nutzung im privaten Bereich ist ein Vergleich der DSL-Tarife wichtig, um die Kosten für Ihren angebotenen WLAN-Anschluss zu optimieren. Bedenken Sie hierbei, dass zeitgleich eine Fülle von Nutzern auf Ihren Hotspot zurückgreifen und WLAN nutzen möchten. Die Bandbreite sollte problemlos ausreichen, damit eine Vielzahl von Geräten zeitgleich Internet beziehen kann.

Auch bei der technischen Ausstattung mit einer Fritz-Box oder vergleichbaren Geräten ist auf die Leistungswerte zu achten. Dies gilt besonders für die Reichweite vom Hotspot zu den einzelnen Endgeräten. Ähnlich wie in Büros oder dem gewerblichen Umfeld sollte der Hotspot ein starkes Signal über viele Meter hinweg und durch mehrere Wände zusichern. Bei der Konfiguration ist zu beachten, dass Sie die Leistungsstärke nicht unnötig durch einen Eco-Mode oder ähnliche Einstellungen reduzieren.

Ist ein Anschluss über Kabel eine sinnvolle Alternative?

Längst ist für den Bezug von WLAN nicht nur DSL bzw. VDSL über Ihre Telefonleitung die einzige Lösung. Falls Ihr Gebäude über einen Kabelanschluss verfügt, hält je nach Bundesland ein Kabelpartner wie Unitymedia Tarife für Sie bereit. Ob diese für Ihr WLAN-Angebot infrage kommen oder nicht, hängt primär von den technischen Gegebenheiten ab.

Mit einer Kabelleitung sind Geschwindigkeiten von 50, 100 oder mehr MBit/s mühelos umsetzbar. Diese Werte erreichen Sie auch über die Telefonbuchse, sofern Sie über einen modernen Glasfaser-Anschluss verfügen. Achtung: Es reicht nicht, dass Glasfaser alleine in Ihrer Straße verlegt wurde. Auch in der Immobilie selbst müssen alte Kupferleitungen gegen Glasfaser-Leitungen ausgetauscht werden. Ist dies nicht möglich oder geplant, kann über einen Internetanschluss über Kabel nachgedacht werden.

Achtung: Das besonders schnelle Internet im dreistelligen Mbit/s-Bereich bezieht sich stets auf die LAN-Verbindung. Es muss also ein Kabelanschluss bestehen, beispielsweise wenn der Laptop Ihres Gastes über die Wand mit dem Netz verbunden wird. Für Ihr WLAN-Netz werden Sie diese Geschwindigkeiten aus technischen Gründen nicht zusagen können, selbst wenn es nur einen einzigen Nutzer des Netzwerkes gibt.

Ist die Vergabe von Passwörter sinnvoll?

Für Sie als Betreiber eines Hotspots ist die Sicherheit wichtig, dass niemand den Zugang für illegale Inhalte nutzt. Die Absicherung Ihres WLAN-Netzes durch ein Passwort bietet sich in diesem Fall an. Allerdings bringt die Passwortvergabe das Problem mit sich, dass jeder Gast für die Nutzung explizit nach dem Passwort fragen muss. Sich einfach so in Ihr Restaurant oder vor Ihren Laden zu setzen und Ihr WLAN zu nutzen, entfällt somit. Dies kann ein negatives Licht auf Ihr Unternehmen werfen.

Der etablierte Weg ist, Ihr Netzwerk kostenlos zur Verfügung zu stellen. Allerdings muss der Nutzer vor Einwahl ins Internet Ihren AGB und Datenschutzbestimmungen zustimmen. Hiermit ist eine grundlegende Identifikation des Geräts möglich, falls es tatsächlich zu kriminellen Machenschaften kommt. Auch wenn die Passwortvergabe an einzelne Nutzer deutlich mehr Sicherheit verspricht, sollten Sie auf Nutzungskomfort vertrauen und die kostenlose Einwahl mit entsprechenden Hinweisen erlauben.

Als Nutzer richtig im öffentlichen WLAN unterwegs

Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis für Nutzer öffentlicher WLANs. Gerade bei Hotspots ohne Absicherung durch ein individuelles Passwort ist das Risiko erhöht, dass Dritte Ihre Tätigkeiten im Internet mitverfolgen können. Es empfiehlt sich deshalb, dass Sie ein VPN im öffentlichen WLAN nutzen und so Ihre Identität verschleiern. Entsprechende Programme lassen sich kostenlos auf Ihr Smartphone herunterladen, Browser wie Opera unterstützen die Funktion direkt.

Natürlich hängt Ihr Sicherheitsbedarf auch von der Nutzung des öffentlichen Internets ab. Für das Lesen in Ihren liebsten digitalen Zeitungen ist sicherheitstechnisch wenig zu beachten. Bei Online-Banking & Co. kann es lohnen, bis zum privaten Netzwerk daheim zu warten.

vgwort

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