WLAN-Geschwindigkeit messen
So klappt's mit 3 Klicks

Mesh WLAN-Router

Die eigene Geschwindigkeit im heimischen WLAN wird wichtiger. Das liegt einerseits daran, dass die Internetgeschwindigkeit immer schneller wird und damit neue Anwendungen wie Videostreaming in UltraHD oder Virtuelle Realitäten möglich werden. Die Verknüpfung verschiedener Endgeräte in den eigenen vier Wänden ermöglicht zweitens zahlreiche neue Nutzungen.

Doch wie gehst Du beim WLAN Geschwindigkeit messen richtig vor? Was ist erreichbar und wodurch wird die WLAN Geschwindigkeit beeinflusst? Nützliche Tipps zum WLAN Test findest Du in unserem Ratgeber! Hier erfährst Du, wie Du Deine WLAN Verbindung testen kannst.

Was messe ich beim WLAN Speedtest?

WLAN und Internet wird synonym verwendet. Doch das ist falsch. Der Unterschied ist einfach und sollte beim WLAN testen beachtet werden. Beim Messen der WLAN-Signalstärke wird nämlich die Verbindung zwischen Router und einem Endgerät, beispielsweise Laptop oder Smartphone, gemessen.

Ins Internet gelangst Du über einen Internetanschluss, der meist über DSL oder Kabel bereitgestellt wird. Dieser wird ebenfalls mit dem Router verbunden. Diese zentrale Einheit organisiert dann die Übersetzung vom heimischen WLAN in das Internet.

Um schnell kabellos im Internet surfen zu können, müssen beide Verbindungen flott funktionieren. Läuft das WLAN beispielsweise mit 300 MBit/s, die Internetleitung schafft aber nur 2 MBit/s, wirst Du mit 2 MBit/s im Internet surfen. Wenn Dein Internetanschluss hingegen 100 MBit/s schafft, Du beim WLAN Verbindung testen nur 2 MBit/s misst, liegt es meistens am langsamen WLAN.

Da bei einem Speedtest im Internet beide Geschwindigkeiten gemessen werden, ist eine genaue Ursachenforschung für langsames Internet nicht möglich. Die WLAN Stärke messen zu können, hilft hierbei gut weiter.

Wie schnell sollte mein WLAN normal sein?

Die Geschwindigkeit im WLAN hängt hauptsächlich von drei Faktoren:

  1. Der eingesetzte WLAN-Standard
  2. Der verwendete WLAN-Router und Endgerät
  3. Sowie mögliche Störeinflüsse

Aktuelle Modelle der beliebtesten Router wie AVM Fritz!Box und Telekom Speedport unterstützen die beiden WLAN-Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz gleichzeitig, was Dual Band WLAN genannt wird. Im 2,4 GHz-Band wird WLAN-n mit mindestens 300 MBit/s verwendet, während das 5 GHz-Band WLAN-ac mindestens 866 MBit/s erreicht.

Für das Endgerät gilt das selbe. Wenn Dein Router beispielsweise WLAN-n im 2,4 GHz mit 600 MBit/s unterstützt, Dein Smartphone aber nur 300 MBit/s, wirst Du beim WLAN messen nie mehr als 300 MBit/s erreichen. Die Geräte sind für solche Fälle abwärtskompatibel.

Die beworbenen Geschwindigkeiten werden in der Praxis nicht erreicht. Das liegt an den den benötigten Übertragungsprotokollen. So müssen die Daten, die Du über das WLAN verschickst, speziell verpackt werden und werden so größer.

Zur besseren Übersicht findest du hier nochmal die gängisten WLAN-Standards und ihre theoretische Geschwindigkeit (praktisch erreichbare Geschwindigkeit):

  • 802.11b: 11 MBit/s (4,4 MBit/s)
  • 802.11g: 54 MBit/s (25 MBit/s)
  • 802.11n: 600 MBit/s (240 MBit/s)
  • 802.11ac: 1300 MBit/s (660 MBit/s)

Wie kann ich am besten meine WLAN Geschwindigkeit messen?

Wie bereits erwähnt, messen Webseiten zum WLAN Geschwindigkeit testen wie www.wieistmeineip.de/speedtest oder www.speedtest.net die Geschwindigkeit nicht nur im heimischen WLAN, sondern ebenfalls die Internetanbindung. Um einen guten Vergleichswert zu haben sollte ein solcher Test mehrfach und an verschiedenen Tageszeiten durchgeführt werden.

Als Vergleichsbasis zur WLAN Übertragungsrate nutzt Du eine Messung über LAN. Direkt nach dem WLAN Test verbindest Du Dein Gerät per Kabel und misst erneut. Vor einem solchen Test solltest Du alle anderen Geräte abziehen und das WLAN deaktivieren.

Eine andere Methode zum WLAN Stärke messen ist ein Testdatentransfer zwischen zwei verschiedenen Geräten, beispielsweise zwei Laptops. Möglich ist das beispielsweise mit einem im Netzwerk freigegebenen Ordner, der einige Bilder oder Videos beinhaltet.

Verschiebe diese Dateien von einem auf den anderen Laptop, um das WLAN testen zu können und teile anschließend die gesamte Größe der Dateien durch die verbrauchte Zeit. Daraus kannst Du dann eine typische Einheit wie MBit/s berechnen.

Vergiss dabei nicht, dass Du in unserem Beispiel zweimal die WLAN Signalstärke messen wirst. Einmal die Verbindung zwischen dem ersten Laptop und dem Router, und dann vom Router zum zweiten Laptop. Wenn Du nur eine WLAN-Verbindung einem Test unterziehen möchtest, schließt Du das andere Endgerät über Netzwerkkabel an.

Diese Methode ist allerdings ebenfalls nur eine Annäherung, da beispielsweise die Arbeitsgeschwindigkeit Deines Endgerätes einen Einfluss auf die WLAN-Geschwindigkeit haben kann.

Um die eigentliche WLAN-Geschwindigkeit zu testen, eignet sich Iperf. Das Tool zeigt nach kurzen Testläufen die erreichte Datenrate an. Dieses Tool dient zudem zur Optimierung, da die Tests mehrere Tests gut miteinander vergleichen lassen und so der optimale Platz gefunden wird.

Was kann die WLAN-Geschwindigkeit und -Signal beeinflussen

Beim WLAN messen wird Dir eventuell aufgefallen sein, dass die WLAN-Geschwindigkeit schwankt oder teilweise sogar komplett abbricht. Dies muss nicht an defekten Geräten liegen.

Unterschieden werden muss zwischen dem 2,4 und 5 GHz-Frequenzband. 2,4 GHz gilt als störanfälliger, was daran liegt, dass das Band von allen technischen Geräten genutzt werden darf. Dazu zählen beispielsweise Mikrowellengeräte, Babyphones, Funktastaturen und -mäuse, Schnurlostelefone und Steuerungen für Drohnen.

Funkt eines dieser Geräte in der Nähe, stört es das Signal so wie andere WLAN-Netze von Nachbarn. Wasser ist sogar ein absoluter Signalkiller, da es dessen Resonanzfrequenz entspricht. Es lässt solche WLAN-Signale also schlicht nicht durch. Wasserrohre, Wände mit hohen Feuchtigkeitsinhalten und Aquarien können deshalb besonders stören.

Das 5 GHz-Frequenzband ist weniger störanfällig und wird weitaus seltener genutzt. Einzig das Wetterradar kann dazwischen funken, wodurch Router einige Frequenzkanäle automatisch abschalten müssen. Dafür können Wände und physische Widerstände nicht gut durchdrungen werden. Ebenso ist die Reichweite geringer, was mit einer höheren Sendeleistung wett gemacht wird.

Für einen optimalen Empfang sollte ein WLAN-Router möglichst zentral und frei von Behinderungen aufgestellt werden. Eine Möglichkeit, das Signal an bisher unerreichte Orte zu bringen oder die Geschwindigkeit zu erhöhen, sind Repeater, Mesh und Powerline.

Fazit zum WLAN Speedtest

Die WLAN Geschwindigkeit zu messen ist ganz einfach, wenn bestimmte Dinge beachtet werden. Dies ist die Grundlage, um eine bessere WLAN Übertragungsrate zu erreichen und mögliche Störer zu finden. Welche Erfahrungen hast Du mit dem WLAN Geschwindigkeit testen und konnten wir Dir mit unserem Ratgeber weiterhelfen? Wir freuen uns über Deine Kommentare!

vgwort

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