WLAN-Repeater Outdoor
Mehr Reichweite in Haus, Garten und Garage

Mesh WLAN-Router

Insbesondere Besitzer von Haus und Grund kennen diese Situation: Du bist mit deinem Smartphone oder Tablet-PC in deinem heimischen WLAN aktiv und verlässt deine Wohnung in Richtung Garten oder Garage. Dann ist es ärgerlich, wenn bereits selbst auf solch kurzen Distanzen die Verbindung ins Internet abreißt. Im Haus kann man mit WLAN-Repeatern die Reichweite des zentralen WLAN-Routers auf mehrere Räume erweitern, aber auch das reicht häufig nicht für den Außenbereich aus. Wir erklären dir in diesem Beitrag, wie du mit einem wetterfesten WLAN-Outdoor-Repeater auch draußen problemlos surfen, posten, mailen und deine Aktivitäten im Garten sogar live streamen kannst.

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Was ist ein WLAN-Outdoor-Repeater?

Die aus dem Indoor-Bereich bekannten WLAN-Hubs für die Steckdosenmontage haben einen gravierenden Nachteil: Sie sind unzureichend gegen Regenwasser und Staub geschützt. Deshalb sollte man es tunlichst unterlassen, solche Indoor-Repeater draußen auf der Terrasse oder an einem Baum im Garten zu befestigen und zu vergessen. Dies kann nur eine temporäre Lösung bei schönem Wetter sein.

Es gibt jedoch spezielle Outdoor-Access-Points, die bei jedem Wind und Wetter klaglos ihren Dienst versehen. Das Schöne daran ist: WLAN-Outdoor-Repeater sind nur unwesentlich teurer als vergleichbare Geräte für den Innenbereich. So gibt es z. B. von TP-LINK brauchbare Outdoor-Access-Points bereits zum Taschengeldpreis und erfüllen dennoch den vollen Leistungsumfang. Und auch bei der Anschaffung von Outdoor-WLAN-Hubs mit erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten - etwa der Marke Ubiquiti - bleibt man auf jeden Fall im Preis unter 100 EUR.

Die Reichweite solcher Outdoor-WLAN-Booster ist immens. Das liegt vor allem daran, dass keine störenden Wände das WiFi-Signal dämpfen können. Du kennst es bestimmt aus eigener Erfahrung mit öffentlichen WLANs: Ein Accesspoint an günstiger Stelle montiert kann einen ganzen Marktplatz oder einen kompletten Campingplatz abdecken. Es ist auf jeden Fall gewährleistet, dass du mit einem WLAN-Outdoor-Accesspoint auf dem Weg zur Garage und im Garten überall stabiles Internet hast - und oft auch weit darüber hinaus. Und auch wenn du zur Überwachung eine WLAN-Kamera im Garten installieren möchtest, kannst du dies dank den Outdoor-Repeatern meist ohne Probleme.

WLAN-Repeater für den Outdoor-Bereich unterscheiden sich gegenüber WLAN-Hubs für drinnen nicht nur durch ihre Wetterfestigkeit, sondern auch - je nach Ausstattung - durch ihre Unterstützung einer speziellen Mesh-Technologie, mit der sich durch den Einsatz mehrere Außen-Repeater die Reichweite zusätzlich steigern lässt. Damit lässt sich dann zum Beispiel auch eine WLAN-Wetterstation am Ende deines Gartens problemlos in das eigene Heimnetzwerk einbinden.

Wie funktioniert gutes WLAN im Garten?

Wichtig für eine gute WLAN-Versorgung und -Reichweite ist natürlich eine möglichst freie und hoch angeordnete Montage. An einem WLAN-Repeater, der nur knapp aus einem Kellerfenster herausschaut, wirst du natürlich nicht viel Freude haben. Gute Montageplätze sind z.B. an einer freien Hauswand in mindestens zwei Metern Höhe. Noch besser ist natürlich eine Platzierung auf Dachhöhe, möglicherweise am Montageort einer vorhandenen TV-Antennenanlage. Auch ein Fahnenmast kann gute Dienste leisten. Denke bei deiner Planung jedoch daran, den Outdoor-Repeater nicht zu weit weg vom Haus zu entfernen; schließlich muss das Gerät noch sicheren Funkkontakt zu deinem Indoor-WLAN-Router haben! Und natürlich muss am Standort des Outdoor-WLAN-Hubs auch eine Stromversorgung vorhanden sein.

Wer jetzt daran denkt, ein Netzwerkkabel nach draußen zu verlegen, um dort einen WLAN-Repeater anzuschließen: Auch dies ist eine praktikable Lösung, zumal es Lösungen gibt, die die Stromversorgung direkt über das LAN-Kabel (Power over Ethernet, kurz PoE) gewährleisten. Eines solltest du hierbei jedoch beachten - Stichwort Blitzschutz: Bei Anordnungen dieser Art kann es sein, dass der WLAN-Accesspoint bei einem nahen Blitzschlag durch Überspannung auf dem LAN-Kabel beschädigt wird. Hier sollte man bei der Verkabelung einen Elektriker zu Rate ziehen, der eine fachgerechte Erdung der Anlage vornimmt.

Was benötigt man für WLAN im Garten?

Im einfachsten Falle braucht man für die Erweiterung des häuslichen WLANs nach draußen nur drei Dinge:

  • den zentralen WLAN-Router im Haus, der die Verbindung ins Internet herstellt
  • einen Accesspoint für die Außenmontage
  • Stromversorgung

Was sind wichtige Eigenschaften?

Wesentliche Voraussetzung für einen nachhaltigen Betrieb von WLAN-Accesspoints im Außenbereich ist naturgemäß die Wetterfestigkeit. Elektronische Geräte werden deshalb nach dem so genannten IP-Standard (International Protection klassifiziert. So ist das Innenleben von Geräten mit der Kennzeichnung IP 55 vor Staub und Strahlwasser geschützt. Genauere Hinweise hierzu findest du in dem Wikipedia-Artikel Schutzart.

Weiterhin sollten WLAN-Accesspoints alle gängigen WLAN-Standards unterstützen. Hierzu gehören die IEEE-Normen 802.11b, 802.11g und 802.11n, mit denen alle derzeit betriebenen PC-WLAN-Adapter, Smartphones und Tablets umgehen können. Zeitgemäß ist auch eine vorhanden Dual-Band-Funktion von WiFi-Accesspoints. Durch die zunehmende Überlastung des 2,4-GHz-Bandes insbesondere in dicht besiedelten Regionen hat das 5,8-GHz-Band bei der WLAN-Nutzung deutlich an Bedeutung gewonnen. Durch höhere Bandbreiten im 5GHz-Frequenzbereich sind hier größere Geschwindigkeiten möglich, allerdings könnte hier die Reichweite etwas geringer ausfallen, was aber durch eine höhere zulässige Sendeleistung kompensiert wird.

WLAN-Repeater dürfen in Deutschland auf 2,4 GHz mit einer maximale Sendeleistung von 100 mW betrieben werden, auf 5,8 GHz mit 200 mW bis zu 1000 mW (abhängig von den verwendeten Kanälen). Das hört sich zunächst nicht viel an, aber bei freier Sicht zwischen Accesspoint und Endgerät sind damit Reichweiten von vielen hundert Metern möglich; bei Tests zwischen Berggipfeln hat man sogar Entfernungen von 30 km und mehr überbrücken können - wohlgemerkt ohne Verwendung von externen Antennen.

Die Geschwindigkeit bzw. Übertragungsrate der üblichen WLAN-Standards ist für private Zwecke mehr als ausreichend. So kommen die älteren 802.11b/g-Protokolle auf eine Datenrate von 54 MBit pro Sekunde (diese reduziert sich jedoch, je mehr User im gleichen WLAN-Netz arbeiten und je mehr Netze in der Nachbarschaft sich einen Kanal teilen müssen). Im neueren 802.11n-Standard sind bis zu 150 MBit pro Sekunde möglich. Der neueste Standard 802.11ac, der 2013 veröffentlicht wurde, bietet Geschwindigkeiten mit bis zu 1300 MBit pro Sekunde auf 5,8 GHz und immerhin noch 450 MBit pro Sekunde im 2,4 GHz-Bereich.

In Sachen Sicherheit und Verschlüsselung sollte beachtet werden, dass der Verschlüsselungsstandard WPA2 unterstützt wird, was aber heute bei allen WLAN-Repeatern gegeben ist. Die ältere WEP-Verschlüsselung sollte auf keinen Fall mehr verwendet werden, da diese heute mit geringem Aufwand innerhalb weniger Sekunden geknackt werden kann. Solltest du in deinem WLAN-Netz sicherheitsrelevante Geräte betreiben (Server, IP-Kameras, Alarmanlagen, Smart-TV usw.), wären diese bei aktivierter WEP-Verschlüsselung faktisch öffentlich zugänglich (zumindest in Reichweite deines WLAN-Netzwerkes).

Welche Repeater kann ich für welchen Zweck einsetzen?

Für das übliche Surfen im Web oder den Versand von Messengernachrichten sind alle aktuellen WLAN-Outdoor-Repeater gerüstet. Auch das Anschauen von Videoclips in HD stellt heutzutage kein Problem mehr dar. Etwas höherpreisige und besser ausgestattete Modelle ermöglichen es ohne Weiteres, ein Public-Viewing-Event oder Web-TV-Abende im Garten zu veranstalten. Zusatzfunktionen wie das drahtlose Streamen vom heimischen TV-Receiver auf das Notebook im Garten oder dem Smartphone in der Garage stellen auch bandbreitenhungrigen Usern die Internetverbindung zur Verfügung (vorhandener Breitband-Internetanschluss vorausgesetzt).

Hier zwei Marktempfehlungen unserer Redaktion. Wer auf der Suche nach einer preisgünstigen Lösung für Outdoor-Internet ist, dem sei das TP-LINK CPE210 ans Herz gelegt. Es verfügt über ein wetterfestes Gehäuse und übersteht extreme Kälte und Hitze von -30 bis + 70°C. Des Weiteren hat das CPE210 einen Erdungsanschluss für sicheren Betrieb auch bei Gewitter und einen Sicherheitsmechanismus, der verhindert, dass jemand Unbefugtes das LAN-Kabel anzapft und so in das hauseigene Netz eindringt.

Wer draußen extremes WLAN-Highspeed braucht, dem empfehlen wir das UAP-AC-M-PRO aus dem Hause Ubiquiti. Hier sind zwei Fast-Ethernet-Ports an Bord und dieser Outdoor-Repeater arbeitet mit dem neuesten WLAN-Protokoll 802.11ac mit bis zu 1300 Mbit pro Sekunde. Darüber hinaus kann der UAP-AC-M-PRO gleichzeitig auf 2,4 und 5,8 GHz die Umgebung mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgen. Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die Outdoor-Satelliten von Orbi. Einen ersten Eindruck von diesen könnt ihr euch in folgendem Video verschaffen:

Wie richtet man einen WLAN-Outdoor-Repeater ein?

Der Start mit einem neuen WLAN-Accesspoint ist denkbar einfach. Möglich macht dies die so genannte WPS-Taste, die sowohl an jedem aktuellen WLAN-Router als auch WLAN-Repeater vorhanden ist. Diese Vorgehensweise ist genormt, d. h. der Router muss nicht vom gleichen Hersteller sein wie der Repeater. Gehe wie folgt vor:

  1. Schließe den WLAN-Outdoor-Repeater ans Stromnetz an (am besten in der Nähe des Routers, der neue Repeater muss dank Funk ja noch nicht am endgültigen Montageort sein!) und drücke einige Sekunden lang die WPS-Taste.
  2. Nun drückst du auch am zentralen WLAN-Router ebenfalls einige Sekunden lang die WPS-Taste.
  3. Nun versucht der Repeater, die Verbindung zum Router aufzubauen. Durch das gleichzeitige Drücken an beiden Geräten ist gewährleistet, dass sich beide Geräte miteinander "paaren" dürfen.

Innerhalb von wenigen Minuten ist der WLAN-Repeater bereits aktiv und kann an seinem endgültigen Montageort angebracht werden. In seltenen Fällen funktioniert die WPS-Funktion nicht auf Anhieb, aber hier gibt dann die Gebrauchsanweisung weitere Tipps für die Paarung des Repeaters mit dem Router.

Ab sofort verfügt der Repeater über eine eigene IP-Adresse im Heimnetzwerk und kann über den Browser weiter konfiguriert werden. Hier ist z. B. die Beobachtung der WLAN-Feldstärke eine gute Hilfe bei der Platzierung von Router und Repeater.

Die Wahl des Frequenzbereichs (2,4 bzw. 5,8 GHz) ist davon abhängig, ob alle Endgeräte in deinem Haushalt (Notebook, PC, Smartphones usw.) 5,8-GHz-fähig sind. Das höhere Frequenzband bietet zwar höhere Datenraten, ist aber möglicherweise auf einigen Geräten nicht vorhanden. Deshalb kann es nie schaden, auch 2,4 GHz zu aktivieren.

Wie sieht es mit der Haftung aus?

Bis vor einigen Jahren galt noch die grundsätzliche Regel: Wer ein WLAN-Netz öffentlich und unverschlüsselt bereitstellt, ist für alle Internetaktivitäten haftbar (Stichwort Störerhaftung - somit auch illegale Aktionen wie Upload von urheberrechtlich geschütztem Material oder gar Kinderpornografie. Der Betreiber eines WLAN-Netzes trat quasi als Internetprovider auf. Dies hat sich mit der Novelle des Telemediengesetzes aus dem Jahr 2017 grundlegend geändert, mit der die Störerhaftung von WLAN-Betreibern bei illegaler Nutzung abgeschafft wurde.

Dies soll dich aber nicht davon abhalten, dir darüber Gedanken zu machen, ob du ein unverschlüsseltes WLAN wirklich brauchst. Schließlich geht es nicht nur um die öffentliche Nutzung deines Internetanschlusses, sondern du schaffst dir dadurch möglicherweise ein Einfallstor in dein Heimnetzwerk. Und da sieht es mit den Haftungsfragen schon wieder ganz anders aus, wenn z. B. jemand in dein Smart-TV eindringt, um mit diesem Gerät massenweise Spam-Mails zu versenden.

Ich habe keinen Internet-Festnetzanschluss - welche Alternativen gibt es?

Auch wenn du über keinen eigenen Breitband-Internetanschluss verfügst (z.B. weil deine Region auf dem Land noch nicht ausgebaut ist), musst du nicht auf WLAN-Internet im Garten verzichten. Hier hilft ein LTE-Router, der seinen Internetzugang aus dem Mobilfunknetz bezieht. Dies kann auch z.B. für abgelegene Gartenlauben oder Ferienhäuschen sinnvoll sein, wo man dadurch die Infrastruktur für eine smarte Alarmanlage aufbauen kann, die dann das mobile Internet per WLAN nutzt. Das auf diese Art aufgebaute WLAN kann dann wiederum mit einem Outdoor-Accesspoint erweitert werden.

Fazit

WLAN-Repeater für den Außenbereich erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und werden immer preiswerter. Mit einer guten Planung lässt sich damit drahtloses Internet auf den Garten und auch auf größere Außenflächen zur Verfügung stellen. Auch wetterfeste WLAN-Outdoor-Repeater sind heute für Jedermann erschwinglich. Ein weiterer Ausbau durch den Einsatz von Mesh-Technologien ist jederzeit möglich und viele Repeater bieten die Option, zusätzliche Antennen anzuschließen, die die Reichweite zusätzlich vergrößern.

Wie nutzt du WLAN-Internet vor deiner eigenen Haustür, ohne das Online-Volumen deines Mobilfunkanbieters antasten zu müssen? Schreibe gerne deine Erfahrungen in die Kommentarfunktion - wir freuen uns auf deine Beiträge!

vgwort

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