Schlechter WLAN-Empfang?
Die besten Tipps, um das Signal zu verstärken

Schlechter WLAN-Empfang

Stell Dir einmal vor, Du organisierst ein Grillfest mit Deinen besten Freunden, um die neue Episode Eurer Lieblingsserie auf Netflix anzusehen. Der Flachbildschirm ist auf die Terrasse gerollt, die Soundanlage voll aufgedreht und die Würstchen zischen auf dem Grill.

Doch plötzlich wird die Bildqualität schlecht und der Livestream fängt an zu ruckeln.

Tja, für den hochauflösenden Video-Stream ist wohl Dein WLAN-Signal zu schwach.

Damit Dir das nicht passiert, habe ich Dir auf dieser Seite die besten Tipps für einen besseren WiFi-Empfang zusammengestellt. Somit kannst Du auch im Garten und im Keller schnelles Internet genießen.

Die beste Möglichkeit für besseren WLAN-Empfang ist ein WLAN-Verstärker. Damit kannst Du sehr einfach die Reichweite vergrößern und Verbindungsabbrüche reduzieren.
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Inhaltsverzeichnis von www.wlansignalverstaerken.de

Was ist WLAN und wie funktioniert es eigentlich?

Um das Problem besser zu verstehen, klären wir zunächst ein paar Grundlagen zum Thema WLAN.

WLAN (englisch: Wireless Local Area Network) ist eine Funktechnologie, die kabellosen Internetzugriff ermöglicht. Dabei baut eine Basisstation (englisch: Router oder Access Point) ein drahtloses lokales Netzwerk auf. Anschließend kannst Du Deine WLAN-kompatiblen Geräte, wie zum Beispiel Notebooks, Smartphones und Drucker mit dem Netzwerk verbinden.

Mit der Basisstation werden Handy und Laptop über WLAN miteinander verbunden
Der WLAN-Router

Der Router wiederum ist meist über ein Kabel mit der Telefondose verbunden und ermöglicht somit das Surfen im Internet.

Das Signal des WLAN-Routers strahlt dabei ungefähr kugelförmig nach außen und bildet ein nicht sichtbares Funknetzwerk. Sobald Du dich außerhalb dieser Zone aufhälst, klappt es mit der Verbindung meistens nicht mehr.

Besonders gerne nutzt Du WLAN vermutlich in der eigenen Wohnung, da man dadurch maximale Freiheit mit seinem Tablet, E-Book-Reader und Co. genießen kann. Aber jeder von uns kennt auch das Problem, dass in manchen Ecken der Wohnung das WLAN-Signal einfach zu schwach ist.

Und dann kommt es zu der schlechten Qualität beim Videotelefonieren mit Skype oder sogar zu Verbindungsabbrüchen.

WLAN-Hotspots

Häufig wird auch von sogenannten WLAN-Hotspots gesprochen. Dabei handelt es sich um öffentlich nutzbare Funk-Netzwerke, die jeder (meist kostenlos) nutzen kann. Zu finden sind diese meist in

  • Bibliotheken
  • Ämtern
  • Restaurants & Bars
  • Öffentliche Plätze und Parks
  • Kinos

WLAN-Geschwindigkeit und Reichweite

Die Geschwindigkeit des WLANs hängt zum Großteil von zwei Faktoren ab:

  1. Die Anzahl der Personen, die das WLAN aktiv nutzen
  2. Deiner Entfernung zum Netzwerkrouter
Videostreaming ist bei WiFi sehr wichtig
Videostreaming benötigt schnelles und stabiles WLAN

Je mehr Personen das WiFi zeitgleich benutzen und je weiter der Router entfernt ist, desto langsamer und instabiler ist das drahtlose Internet.

Vor allem Video-Streaming mit Amazon, Netflix, Maxdome und Sky benötigt neben einem performanten Laptop ebenfalls eine sehr stabile und schnelle Internetverbindung, damit Du die neuen Blockbuster unterbrechungsfrei genießen kannst.

Aber auch zahlreiche Games für Dein Handy, wie z.B. Minecraft, Clash Royale und Six setzen eine ausreichend schnelle Verbindung voraus.

Damit Du auch im Garten Deines Hauses schnell im Internet surfen kannst, zeige ich Dir jetzt die drei besten Tricks, um Dein WLAN zu verstärken.

1.

Die optimale Router-Position finden

Reichweite und Signalstärke des WLAN-Routers kannst Du durch die Wahl des Aufstellorts entscheidend beeinflussen.

Die gängigen Modelle haben heutzutage (im Idealfall) eine Reichweite von ungefähr 20-30m. Daher sollte der Access Point möglichst zentral platziert und größtmöglichen Abstand von potentiellen Störquellen haben.

Einen zentralen Standort finden

Am besten funktioniert das Funksignal in offenen, hohen Räumen und leerstehenden Flächen. Da allerdings nicht jeder von uns in einer großflächigen Loft-Wohnung lebt, wirkt sich ein zentraler, leicht erhöhter Standort zusätzlich positiv auf die Signalstärke der Funkwellen aus.

Auf dem Boden wird die Sendeleistung des Routers verschlechtert
Lege Bücher unter die Basisstation

Abzuraten ist von einer Platzierung direkt auf dem Boden, da sich die Funkwellen am besten nach unten und seitwärts ausbreiten. Am Boden kann der Router nur in einem 180° Winkel nach oben strahlen und büßt somit fast die Hälfte seiner Sendeleistung ein. Ist dies der einzig mögliche Standort, so solltest Du den Router zumindest mit ein paar Magazinen oder Büchern in eine erhöhte Position bringen.

In einem Haus ist der optimale Router-Standort also möglichst zentral und am besten in einer der oberen Etagen.

Du kannst ihn zum Beispiel auf einer Kommode aus Holz platzieren oder direkt an die Decke montieren. Voraussetzung hierfür ist sowohl eine Steckdose als auch eine Telefon-, bzw. Kabelbuchse.

Mögliche Störquellen entfernen

Alle physischen Objekte, wie z.B. Wände, Spiegel oder Glas-Türen können das WLAN-Signal schwächen. Und auch Einrichtungsgegenstände aus Metall oder Geräte, die selbst Funkwellen ausstrahlen, können das Signal erheblich beeinträchtigen.

Du solltest den Internetrouter daher nicht in der Nähe von folgenden Gegenständen platzieren:

Gegenstand Beispiel
Große Metall-Objekte Kühlschränke, Tresore und Flachbildschirme
Funkende Störquellen Babyphones, Mikrowellen und Schnurlostelefone
Elektronische Geräte Bluetooth-Lautsprecher, Halogen-Lampen und Fernbedienungen
Mit Wasser gefüllte Gegenstände Boiler, Aquarien und Badewannen
Reflektierende und glänze Oberflächen Fenster, Spiegel und Fliesen
Wände aus (Stahl-)Beton oder Rigips Außen- und Rigips-Wände

Der Router sollte freistehen, mit möglichst großem Abstand zum nächsten Objekt. In einem Kleiderschrank oder hinter einem Bücherregal hat er also nichts zu suchen.

Wenn Dein DSL-Router über externe Antennen verfügt, solltest Du diese vertikal nach oben, d.h. Im 90° Winkel, ausrichten. Besitzt Dein Router keine WLAN-Antenne, kannst Du bei den meisten Modellen eine anschließen. Somit kannst Du Empfangs-Probleme minimieren und eine optimale Signal-Ausbreitung schaffen.
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Eine erhöhte Position bringt wesentlich besseres WLAN-Signal
Für besseren WLAN-Empfang kannst Du den Router auf ein Bücherregal stellen

Durch die richtige Router-Position solltest Du den WLAN-Empfang bereits spürbar verbessert haben.

Bei mir war dies ebenfalls der Fall – allerdings war ich mit der Reichweite des WLAN-Signals noch nicht zufrieden. Der Keller in meinem Haus verfügte noch nicht über ausreichend Empfang und so konnte ich mein WLAN-Internetradio im Fitnessraum nicht benutzen.

Also habe ich nach weiteren Lösungen & Tipps gesucht, die ich Dir jetzt erkläre.

Probiere jeden Tipp aus und teste unmittelbar danach, ob sich das WLAN-Signal verbessert hat.

2.

Die Konfiguration des WLAN-Routers anpassen

Nachdem das Internet eingerichtet ist, blinkt der Router meist jahrelang lautlos vor sich hin und verstaubt in einer dunklen Ecke. Aber wusstest Du, dass jeder Netzwerkrouter eine Web-Oberfläche besitzt, über die man Einstellungen vornehmen kann?

Besserer WLAN-Empfang durch die Anpassung der Router-Konfiguration
Die Web-Oberfläche des WLAN-Routers

Häufig sind die Standardeinstellungen nicht darauf ausgelegt die beste WLAN-Verbindung aufzubauen. Daher kannst Du beim Großteil der Router mehrere Konfigurationen anpassen, um den Empfang zu verbessern.

Um das Konfigurationsprogramm Deines Routers aufzurufen, musst Du den Internet-Browser (z.B. Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome) starten und in die Adressleiste die Router-Adresse eingeben.

Falls Du nicht sicher bist welchen Router Du besitzt, kannst Du dies einfach an Hand Deines Internetanbieters herausfinden. Ich habe Dir in der folgenden Tabelle die Router-Adressen und die Standard-Zugangsdaten (Benutzer + Passwort) der gängigsten Hersteller aufgelistet.

DSL-Anbieter Router Router-Adresse (IP) Benutzer Passwort
Telekom Speedport http://speedport.ip oder http://192.168.2.1 (nicht vorhanden) 0000
1&1 HomeServer http://speedport.ip oder http://192.168.2.1 (nicht vorhanden) (keins) oder 0000
Unitymedia Technicolor http://192.168.0.1 admin admin
Vodafone EasyBox http://easy.box oder http://192.168.2.1 root 123456
o2 HomeBox http://o2.box oder http://192.168.1.1 (nicht vorhanden) (nicht vorhanden)
Tele Columbus Kabelbox http://192.168.0.1 admin tc
UPC Horizon Box http://192.168.0.1 admin admin
- FRITZ!Box http://fritz.box (nicht vorhanden) (keins)
- Apple AirPort Extreme http://10.0.1.1 (keins) password

Nachdem Du Dich in das Router-Menü eingeloggt hast, kannst Du nun die Konfiguration anpassen.

Um das WLAN-Signal zu verstärken sind allerdings nicht alle Einstellungen relevant. Die besten Ergebnisse habe ich mit den folgenden Anpassungen erzielt:

Die Router-Software aktualisieren

Vermutlich hast Du Deinen Router damals beim Einzug in die Wohnung installiert (oder installieren lassen) und seitdem versorgt er Dich tagtäglich mit dem Zugang zum Internet. Solange alles problemlos funktioniert, vergisst man ihn in den nächsten Wochen oder Monate meistens.

Aber wie jedes technische Gerät, solltest Du auch Deinen Router regelmäßig aktualisieren.

Regelmäßige Updates liefern ein besseres Funksignal
Aktualisiere regelmäßig die Firmware des Netzwerkrouters

Die zentrale Steuereinheit eines Routers ist eine Software, die man Firmware nennt. Die Hersteller entwickeln diese Software stetig weiter und veröffentlichen regelmäßig Aktualisierungen (englisch: Updates).

Um zu prüfen, ob ein Firmware-Update verfügbar ist, loggst Du Dich in die Benutzeroberfläche des Routers ein und sucht unter dem Navigationspunkt “System” nach Begriffen wie “Aktualisierung” oder “Update”.

Das eigentliche Update kannst Du dann meist mit einem Klick herunterladen und installieren. Nachdem dies erfolgt ist, startet der Router meist neu und Du kannst wieder wie gewohnt im Internet surfen.

Keine Sorge, alle Einstellungen und Daten bleiben dabei erhalten. Du musst die Zugangsdaten für Internet und Telefonie nicht neu eingeben.

Die Vorteile von regelmäßigen Router-Aktualisierungen

  • Das Einspielen von neuen Funktionen
  • Potentielle Sicherheitslücken werden geschlossen und Fehler behoben
  • Die Sicherheit des Netzwerks erhöht sich
  • Der Empfang kann sich verbessern

Das Aktualisieren der Software gelingt also meist sehr einfach mit wenigen Klicks. Möchtest Du Deinen DSL-Router stetig verbessern, solltest Du regelmäßig (mindestens einmal pro Monat) prüfen, ob es ein neues Update gibt.

Das richtige Frequenzband einstellen

Falls Du ein älteres Router-Modell im Einsatz hast ist die Lösung für langsames WLAN eventuell sehr einfach: Das Frequenzband wechseln.

Bessere Signalstärke durch das 5GHZ-Band
Schnelles WLAN mit dem 5Ghz-Band

Zur Zeit kannst Du bei Deinem WLAN zu Hause sowohl das 2,4 GHz als auch das 5 GHz-Band nutzen. Die meisten Router verwenden standardmäßig das veraltete 2,4 GHz-Band. Viele elektrische Geräte, wie z.B. Schnurlostelefone, Funk-Tastaturen und Funkfernbedienungen nutzen ebenfalls die selbe Frequenz. Daher kann es zu Überlastungen und Signalstörungen kommen.

Das 5 GHz-Band nutzen hingegen noch nicht so viele elektronische Geräte. Wenn Du also Dein WLAN beschleunigen möchtest, solltest Du auf das 5 GHz-Band wechseln.

Den Kanal-Wechsel kannst Du in den meisten Routern mit wenigen Klicks bequem über die Weboberfläche einstellen.

Vorteile des 5 GHz-Frequenzbandes

  • Deutlich schnellere Übertragungsrate
  • Stabilere Verbindung als 2,4 GHz
  • 19 überlappungsfreie Kanäle
  • Weniger Störungen durch andere elektrische Geräte

Beachte aber, dass jedes WLAN-Gerät in Deinem Haushalt das 5 GHz-Frequenzband unterstützen muss.

Sollte dies nicht der Fall sein, ist meistens keine WLAN-Verbindung mehr möglich. Ob Dein Gerät das Frequenzband unterstützt, kannst Du in den Technischen Details der Bedienungsanleitung nachlesen.

Moderne Router verfügen inzwischen häufig über den sogenannten Dualband-Betrieb. Das bedeutet, dass diese Router sowohl das 2,4 GHz als auch das 5 GHz-Frequenzband gleichzeitig unterstützten. Damit spielt es keine Rolle auf welcher Frequenz Deine mobilen Geräte unterwegs sind. Denn sie nutzen immer automatisch die schnellstmögliche Verbindung.

Solltest Du so einen Dualband-Router besitzen ist eine Anpassung des Frequenzbandes also nicht notwendig.

Den passenden WLAN-Standard wählen

Nachdem Du die Router-Software aktualisiert und das korrekte Frequenzband eingestellt hast, kümmern wir uns nun um den WLAN-Standard.

Vermutlich fragst Du Dich gerade, was ein WLAN-Standard überhaupt ist und welche verschiedenen Versionen es gibt?

Mit dem Standard wird die Kommunikation aller Endgeräte (Computer, Multimedia-Geräte, etc.) im WLAN geregelt. Er definiert also, wie sich die technischen Mobilgeräte untereinander verständigen und wer dabei welche Aufgabe übernimmt.

Mit dem richtigen WLAN-Standard erhältst Du eine große WLAN-Reichweite
Mit dem richtigen WLAN-Standard genießt du schnelles Internet

In der Fachsprache spricht man auch von der Norm IEEE 802.11. Die erste Version dieser Technologie wurde bereits 1997 veröffentlicht und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

Dabei haben die Weiterentwicklungen den Vorteil aller elektronischen Technologien – sie werden nämlich von Jahr zu Jahr besser. In puncto WiFi bedeutet dies, dass mit jeder neuen Version sowohl Reichweite als auch Übertragungsrate deutlich verbessert wurden.

Wenn Du mehr Details zu den unterschiedlichen WLAN-Standards möchtest, findest Du in der folgenden Tabelle weitere Informationen:

WLAN-Standard Frequenzband Beispiel-Router Reichweite Geschwindigkeit
802.11 2,4 GHz - 20 Meter 1 MBit
802.11a 5 GHz AVM Fritzbox 3370, Asus RT-N66U 35 Meter 54 MBit
802.11b 2,4 GHz Linksys WRT54G, Asus RT-N12D1 38 Meter 11 Mbit
802.11g 2,4 GHz Netgear WGR614, Linksys WRT54G 38 Meter 54 MBit
802.11n 2,4 GHz, 5 GHz TP-Link TL-WR841N, Fritzbox 7272 70 Meter 600 MBit
802.11ac 5 GHz Fritzbox 7490, Speedport Hybrid, Speedbox 3 50 Meter 1.300 MBit

Falls Du gerade auf der Suche nach einem neuen Router bist, solltest Du also einen wählen der den AC-Standard (Fachbezeichnung: IEEE 802.11ac) unterstützt. Damit kannst Du HD-Videos blitzschnell übertragen und kristallklare VoIP-Telefonate führen. Als Nachfolger von WLAN N (IEEE 802.11n) bietet er fast die dreifache Übertragungsgeschwindigkeit für Dein kabelloses Heimnetz.

Vorteile des WLAN-Standards AC

  • Höhere Datenübertragungs-Geschwindigkeit
  • Stabilere Verbindung im Heimnetzwerk
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Abwärtskompatibel zu älteren WiFi-Standards

Welchen WLAN-Standard Deine Geräte unterstützen erfährst Du auf der Produktverpackung oder im Handbuch. Der Großteil der Router unterstützt meist mehrere WLAN-Standards, d.h. Du kannst auch ältere Geräte mit Deinem Router verwenden.

Sofern Du es noch nicht getan hast, solltest Du daher Dein Heimnetzwerk auf den neuen WLAN-Standard AC oder N umstellen. Auch diese Einstellung lässt sich meist komfortabel in der Web-Oberfläche Deines Routers vornehmen.

Wichtig dabei ist, dass sowohl der Router als auch alle Mobilgeräte in Deiner Wohnung, also z.B. Laptop, iPhone und iPad, den gewählten WLAN-Standard unterstützen. Nur so kannst Du die maximale Geschwindigkeit des Standards nutzen.

Den WLAN-Funkkanal wechseln

Wenn Du die Performance Deines WLAN-Netzes verbessern willst, kann das Ändern des Funkkanals Dir dabei ebenfalls behilflich sein.

Das Wechseln des WLAN-Funkkanals kann Deine WLAN-Verbindung verbessern
Nutze einen anderen Funkkanal

Du kannst Dir die Funkkanäle wie eine mehrspurige Straße vorstellen. Dabei kannst Du als Autofahrer wählen, welche Spur Du verwenden möchtest. Genau dasselbe kannst Du in Deinem Router konfigurieren – nämlich auf welchem Kanal Dein Funksignal gesendet werden soll.

In jedem Router ist solch ein Kanal bereits voreingestellt. Die meisten Nutzer ändern ihn allerdings nicht, wodurch dann nicht nur Deiner, sondern auch der Router Deines Nachbarn auf dem gleichen Kanal funkt.

Vor allem in dicht besiedelten Gegenden oder in einem Mehrparteienhaus wird der Standard-Funkkanal meist von vielen Personen verwendet. Und das kann Dein WLAN-Signal stark beeinträchtigen.

Der Funkkanal lässt sich meistens sehr einfach über ein Dropdown-Menü in der Router-Konfiguration ändern. Bei manchen Geräten versteckt sich diese Einstellung in den Erweiterten Optionen.

Inzwischen gibt es sowohl für Android als auch für iOS Smartphones zahlreiche Apps, die Dich dabei unterstützen können. Dazu installiert man die App und bekommt im Anschluss den besten Funkkanal und die aktuelle Signalstärke angezeigt. Gute Erfahrungen habe ich mit der App ‘Wifi Analyzer’ gemacht.

Wenn Du das 2.4 GHz-Frequenzband nutzt, solltest Du Kanal 1, 6 oder 11 verwenden, da es hierbei zu den geringsten Interferenzen kommt.

Nutzt Du hingegen das 5 GHz Frequenzband, dann solltest Du die Wahl des richtigen Kanals Deinem Router überlassen.

Die meisten Router bieten hierfür eine Funktion an, den Funkkanal selbstständig einzustellen. Dabei suchen sie die Umgebung nach weiteren WLAN-Netzen ab und wählen dann automatisch den am besten geeigneten Kanal. Meist gibt es auch noch eine Übersicht in der Web-Oberfläche, in der Du sehen kannst auf welchem Kanal am wenigsten Betrieb herrscht. Dieser Modus ist meistens mit “Auto” (für ‘Automatische Suche’) betitelt.

Die maximale Signalstärke einstellen

Bei vielen Routern kann die Sendeleistung manuell konfiguriert werden. Damit kannst Du einstellen, wie stark oder schwach der Access Point das WLAN-Signal senden soll.

Stelle die Signalstärke im Router auf maximal ein
Maximale Signalstärke im Router

Die Sendeleistung kann meist auf einer Skala von 0 - 100% konfiguriert werden. Besitzt Du zum Beispiel einen Fritz!Box-Router der Firma AVM, findest Du diese Option in den Funkkanal-Einstellungen in der Web-Oberfläche.

Um die maximal WLAN-Abdeckung zu ermöglichen, solltest Du den Regler auf 100% schieben.

Beachte allerdings, dass nun auch alle Personen in der unmittelbaren Umgebung Dein WLAN sehen. Wohnst Du in einem Mehrfamilienhaus kann gegebenenfalls auch Dein Nachbar das WLAN finden.

Wenn Du das WLAN ausschließlich in Deiner Wohnung nutzen möchtest, empfehle ich die Sendeleistung zu reduzieren. Dies kannst du schrittweise tun und anschließend im Treppenhaus oder vor dem Hauseingang prüfen, ob Dein Handy das WLAN noch findet.

Damit sinkt die Gefahr für potentielle Angriffe und Du minimierst gleichzeitig die elektromagnetischer Strahlung.


Und, immer noch zu wenige WLAN-Balken bei Deinem Tablet?

Falls diese Tipps noch nicht für genügend Stabilität in Deinem Netzwerk gesorgt haben, gibt es noch eine dritte Möglichkeit, um jedes Zimmer Deiner Wohnung mit schnellem WLAN zu versorgen.

Es handelt sich dabei um eine technische Wunderwaffe, die in jede Handtasche passt.

3.

Die beste Lösung: Der WLAN-Verstärker

Ich habe selber unzählige weitere Kniffe und Tricks ausprobiert, um mein WLAN zu Hause und im Garten zu verbessern. Nach zahlreichen Stunden Recherche und Ausprobieren bin ich zu dem Fazit gekommen, dass die beste (und einfachste) Lösung tatsächlich ein WLAN-Verstärker ist.

Dank diesem kleinen technischen Hilfsmittel habe ich jetzt in meinem Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer und sogar im Hof meines Hauses blitzschnelles Internet. Der schlechte WLAN-Empfang ist somit endlich vorbei ;-)

Was ist ein WLAN-Repeater?

Ein WLAN-Verstärker (englisch: ‘WLAN Repeater’, ‘WLAN-Extender’ oder 'WLAN-Booster') ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, mit der man sehr einfach die Reichweite seines WLANs erweitern kann. Es handelt sich dabei um ein kleines technisches Gerät, dass lediglich eine Steckdose benötigt.

Du kannst die Reichweite Deines WLANs also überall dort vergrößern, wo ein Stromanschluss in der Nähe ist.

Der WLAN-Verstärker erweitert die Reichweite Deines WLANs zu Hause
Der WLAN-Verstärker

Vorteile eines WLAN-Repeaters

  • Doppelte WLAN-Reichweite im Handumdrehen
  • Blitzschnelles WLAN mit bis zu 1.300 MBit (das reicht locker aus, um HD-Videos ruckelfrei zu streamen)
  • Funktioniert mit allen gängigen WLAN-Routern, z.B. Speedport, Fritzbox, EasyBox, etc.
  • Benötigt lediglich eine Steckdose
  • Einfache Installation per Knopfdruck
  • Sichere Verbindung durch Verschlüsselung
  • Geringer Energieverbrauch

Damit kannst Du dann endlich FIFA, Battlefield und Uncharted auf Deiner neuen PlayStation zocken – ohne lästige Lags und Verbindungsabbrüche.

Wann sollte man einen WLAN-Verstärker nutzen?

Wenn es in Deiner Wohnung Plätze gibt, an denen Du keinen oder nur sehr schlechten WLAN-Empfang hast, ist ein WLAN-Verstärker die beste Lösung.

Gängige Beispiele hierfür sind die Veranda oder die neu renovierte Dachterrasse, auf der man nun endlich auch mit seinem Tablet im Internet surfen möchte.

Ein großer Haushalt mit vielen Personen benötigt ein stabiles WLAN
Eine Familie mit mehreren Personen benötigt meist stabiles WLAN

Häufig liegt das schlechte WLAN-Signal an einer der folgenden Ursachen:

  1. Die Entfernung zwischen DSL-Router und Mobilgerät ist zu groß
  2. Das Signal wird durch Objekte, wie z.B. Wände oder Mikrowellen, gestört
  3. Das WLAN wird von zu vielen Personen gleichzeitig benutzt

Wenn Du also in einem großen Haus mit mehreren Stockwerken oder in einer großen Loft-Wohnung lebst, kann das WLAN-Signal unter Umständen nicht jeden Bereich abdecken. Das selbe gilt auch für Lagerhallen oder Großraumbüros, bei denen die Funkwellen meist große Flächen überbrücken müssen.

Wer viele Smartphones im Einsatz hat, sollte sein WLAN mit Hilfe eines WLAN-Verstärkers verbessern
Smartphones benötigen stabiles WLAN

Aber auch in einer kleinen Wohnung kann sich ein WLAN-Verstärker lohnen. Und zwar immer dann, wenn es viele Funkstörungen in Deiner Wohnung gibt. Das kann immer dann der Fall sein, wenn Du zum Beispiel ein Aquarium besitzt oder Deine Wohnung über viele dicke Mauern verfügt. Und natürlich gibt es auch noch die netten Nachbarn, deren WLAN auch ganz gerne in Deine Wohnung strahlt.

Ein WLAN-Verstärker kann sich auch auf Haushalte positiv auswirken, in denen sehr viele Personen WLAN nutzen. Seid ihr also eine Familie mit Kindern, bei der jeder über PC, Tablet und Handy verfügt, dann kann Euch ein WLAN-Verstärker dabei unterstützen die Stabilität und Geschwindigkeit des WLANs zu verbessern.

Und bitte denk auch an die Spielekonsolen und die Smart-TVs in Deiner Wohnung. Auch diese sind meist via WLAN verbunden und benötigen eine schnelle Datenverbindung zum Internet.

Wie funktioniert ein WLAN-Repeater?

Der WLAN-Repeater ist ein kleines, kompaktes Gerät, dass eine Signalbrücke zwischen Router und Endgerät (Handy, Laptop) bildet. Dabei empfängt er das bestehende WLAN-Signal Deines Internetrouters und sendet es in verstärkter Form weiter.

Er baut also ein zweites WLAN-Netzwerk auf, dass Du ganz normal nutzen kannst – ohne erneute Eingabe Deiner Zugangsdaten oder anderer komplizierter Einstellungen.

Der WLAN-Verstärker und seine Funktionsweise
Der WLAN-Verstärker verdoppelt meist die WLAN-Reichweite

Meistens verdoppelt sich dadurch die Reichweite des WLANs und der Internetempfang ist dann auch über mehrere Stockwerke oder im Außenbereich Deines Hauses möglich.

Im Innenleben besitzt der WLAN-Extender neben zahlreicher Elektronik meist diverse Antennen und Verstärker, um das Signal zu verbessern. Das ist aber nicht wirklich relevant für Dich, denn Du musst den WLAN-Verstärker lediglich in die Steckdose stecken und genießt nach einer kurzen Einrichtung überall blitzschnelles Internet.

Mit dem Einsatz eines WLAN-Repeaters kannst Du also sowohl mehr Reichweite als auch eine höhere Übertragungsrate im kabellosen Heimnetz erreichen und damit Internetseiten, Videos und MP3s in allen Räumen Deiner Wohnung unterbrechungsfrei genießen.

Wo sollte der WLAN-Verstärker platziert werden?

Vermutlich kennst Du bereits die Plätze in Deiner Wohnung, an denen Du schlechten WLAN-Empfang hast. Dies ist eine gute Ausgangsbasis, um den besten Standort für den WLAN-Verstärker zu finden.

Die beste Position ist nämlich ungefähr in der Mitte zwischen Deinem WLAN-Router und dem Zimmer, in dem Du stabiles, schnelles Internet nutzen möchtest.

Um die Reichweite zu erhöhen muss der WLAN-Verstärker innerhalb Deines WLANs platziert werden
Platziere den WLAN-Verstärker innerhalb Deines Funknetzwerkes

Steht Dein Router also zum Beispiel im Arbeitszimmer und Du hast schlechten WLAN-Empfang im Schlafzimmer, dann solltest Du den WLAN-Verstärker ungefähr auf halber Strecke zwischen beiden Räumen platzieren. Dies könnte zum Beispiel eine Steckdose im Flur sein.

Falls Du überhaupt keine freie Steckdose in der Nähe finden solltest, kannst Du den WLAN-Verstärker auch an ein Verlängerungskabel anschließen. Meist wird dies nicht sehr schön aussehen. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall Wert.

Um die beste Position zu finden, besitzen viele WLAN-Verstärker inzwischen Status-Leuchtdioden (LEDs), an denen Du die aktuelle Verbindungsstärke zwischen Netzwerkrouter und WLAN-Repeater ablesen kannst. Viele Hersteller nutzen hierfür entweder mehrstufige LEDs oder folgende Ampel-Kodierung:

  • [●] Gute Verbindung
  • [●] Mittelmäßige Verbindung
  • [●] Schlechtes Signal
  • [●] Kein Empfang

Beachte, dass der WLAN-Verstärker unbedingt innerhalb Deines aktuellen WLANs platziert werden muss, da er von Deiner Basisstation abhängig ist. Er kann also nur dann Internet zur Verfügung stellen, wenn folgende Punkte erfüllt sind:

  • Die Internetverbindung der Basisstation ist funktionsfähig
  • Die WLAN-Einstellungen des Routers wurden nicht geändert
  • Der WLAN-Verstärker ist innerhalb des WLAN-Signals platziert
  • Das WLAN des Internetrouters ist aktiviert

Wenn Du ihn außerhalb des aktuellen WLANs platzierst, kann er die Signalreichweite natürlich nicht vergrößern, da er das Funksignal der Basisstation benötigt.

Wie hoch ist der Stromverbrauch eines WLAN-Verstärkers?

Ein WLAN-Verstärker ist sehr energiesparm und hat daher nur geringe Stromkosten
WLAN-Verstärker haben geringe Stromkosten

Da es sich bei den WLAN-Repeatern um sehr kompakte Geräte handelt, benötigen diese auch sehr wenig Strom. Die meisten Signalverstärker verbrauchen lediglich zwischen 3-6 Watt und sind daher als sehr energiesparsam anzusehen.

Bei manchen Modellen kannst Du ebenfalls die Status-LEDs deaktivieren. Damit kannst Du den WLAN-Verstärker auch in dunklen Räumen wie z.B. dem Schlafzimmer einsetzen und verringerst dadurch zusätzlich den Stromverbrauch.

Rechenbeispiel

Verbrauch WLAN-Verstärker Laufzeit Stromkosten € / Tag € / Woche € / Monat € / Jahr
5 Watt 24 Stunden 25cent / kWh 0,03€ 0,21€ 0,90€ 10,95€

Wenn Du also für Deinen Strom zum Beispiel 25 Cent / kWh bezahlst, kostet Dich der durchgängige Betrieb eines WLAN-Verstärkers weniger als 1 Euro pro Monat.

Mit welchem Router kann man einen WLAN-Repeater nutzen?

Die aktuell im Handel verfügbaren WLAN-Verstärker besitzen eine sehr hohe Kompatibilität, d.h. sie funktionieren problemlos mit den meisten WLAN-Netzwerkroutern.

WLAN-Repeater sind mit fast jedem Netzwerkrouter kompatibel
Du kannst (fast) jeden WLAN-Router mit einem WLAN-Verstärker kombinieren

Da sich der WLAN-Verstärker wie ein weiteres Gerät im Netzwerk verhält, ist der Hersteller und das Modell Deines Routers daher nicht so wichtig. Auch mit dem Router, den Du von Deinem DSL-Anbieter erhalten hast, solltest Du also keine Probleme haben.

Es spielt auch keine Rolle, ob Du Dein Internetzugang via DSL, VDSL, ADSL, LTE, Kabel, Glasfaser oder skyDSL beziehst.

Die meisten Hersteller empfehlen natürlich WLAN-Verstärker aus dem eigenen Sortiment zu kaufen, da nur dort eine 100% Kompatibilität gewährleistet ist. Allerdings sind das meistens verkaufsfördernde Maßnahmen, da ich bisher bereits mehrere WLAN-Verstärker im Einsatz hatte und noch nie Kompatibilitätsprobleme feststellen konnte.

Besitzt Du einen der folgenden Router, ist die Verwendung eines WLAN-Verstärkers mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit problemlos möglich:

DSL-Anbieter Router Modell
Telekom (T-Com, T-Home) Speedport, Speedbox Hybrid, Smart, Entry, Entry 2, Neo, LTE, W 303V, W 500, W 500V, W 501V, W502V, W 503V, W 504V, W 700V, W 701V, W 720V, W 721V, W 722V, W 723V, W 724V, W 900V, W 920V, W 921V, W 922V
Diverse AVM FRITZ!Box 3272, 3390, 3490, 4020, 5490, 6360 Cable, 6490 Cable, 6810 LTE, 6820 LTE, 6840 LTE, 6842 LTE, 7272, 7312, 7330, 7360, 7360 SL, 7362 SL, 7369, 7412, 7430, 7490, 7580
1&1 WLAN-Router HomeServer
o2 Wifi-Router HomeBox 1+2
Unitymedia Connect Box Technicolor TC7200
Kabel Deutschland (Vodafone) WLAN-Kabelrouter Compal CH7466CE, CBN CH6640E, Technicolor TC7200K, Hitron CVE-30360
Vodafone EasyBox 904 xDSL, 904 LTE, 903, 803, 802
Tele Columbus WLAN-Router WLAN-Kabelbox
- TP-Link Archer C1200, C58, C59, C25, C3200, AD7200, 5400, C3150, C2600, C9, C8, C7, C5, C50, C2, C20, C20i, Touch P5, TL-WR1043ND, TL-WR941ND, TL-WR840N, TL-WR841N, TL-WR940N, TL-WR802N, TL-WR841ND, TD-W8970B
- Linksys WRT1900ACS, WRT3200ACM, X6200, EA9500, EA7500, E1700, EA2750, WRT1200AC, EA8500, EA6350, EA6900, WRT1900AC, X1000, X3500, EA6100, XAC1200, E1200, E2500, E900, EA4500, EA6300, EA6500, EA6700, WRT54GL, XAC1900, EA2700
- Netgear Nighthawk AC5300, AC3200, AC2600, AC2350, AC1900, AC1750, AC1600, AC1200, N900, N750, N600, N300, N150
- Apple Airport Extreme -

Wie kompliziert ist die Einrichtung eines WLAN-Verstärkers?

Fast alle modernen Internetrouter verfügen inzwischen über die sogenannte WPS-Technologie (englisch: ‘WiFi Protected Setup’). Dabei handelt es sich um eine Funktion, mit der Du per Knopfdruck neue Geräte in Dein bestehendes WLAN-Netzwerk hinzufügen kannst. Das funktioniert verschlüsselt und Du musst dir keine Sorgen machen, dass Fremde diese Funktion ebenfalls nutzen können.

Wenn Du einen WLAN-Verstärker einrichten möchtest, ist dies mit der WPS-Technologie sehr einfach möglich. Du musst lediglich die folgenden drei Schritte durchführen:

  1. WLAN-Verstärker an eine freie Steckdose anschließen
  2. Die WPS-Taste am WLAN-Verstärker für mehrer Sekunden gedrückt halten
  3. Danach die WPS-Taste am Internetrouter drücken

Und fertig ist die Installation.

Dein WLAN-Empfangsbereich hat sich jetzt im Optimalfall verdoppelt und Du solltest nun zum Beispiel auch auf Deiner Dachterrasse mit dem Handy im Internet surfen können.

Die meisten WLAN-Repeater bieten zusätzlich eine Web-Oberfläche an, in der du verschiedene Einstellungen bequem im Browser vornehmen kannst. Nachdem Du den WLAN-Verstärker eingerichtet hast, solltest Du unbedingt das Standardpasswort ändern.

Die Konfigurationsseite des WLAN-Verstärkers kannst du erreichen, indem Du die folgende Adresse in den Web-Browser eingibst und Dich danach einloggst:

Hersteller WLAN-Verstärker Benutzeroberfläche Benutzer Passwort
AVM FRITZ!WLAN Repeater http://fritz.repeater (nicht vorhanden) 00000000 (8x Null)
TP-Link WLAN Extender http://tplinkrepeater.net admin admin
Netgear WLAN Repeater http://www.mywifiext.net admin password
Linksys  Wireless Range Extender  http://192.168.1.1 (leer lassen) admin

Wenn Deine Basisstation die WPS-Funktion nicht unterstützt, kannst Du den WLAN-Booster natürlich auch manuell einrichten. Dazu benötigst Du den aktuellen WLAN-Namen (SSID) und das WLAN-Passwort.

Mit diesen Schritte kannst Du Deinen WLAN-Verstärker manuell einrichten:

  1. WLAN-Verstärker an eine Steckdose anstecken
  2. Einen Web-Browser am PC öffnen
  3. Die Web-Oberfläche des WLAN-Repeaters aufrufen
  4. Einrichtungs-Assistenten starten
  5. Dein aktuelles WLAN auswählen und das WLAN-Kennwort eingeben

Jetzt sollte sich der WLAN-Repeater mit dem Router verbinden und Du kannst schnelles Internet genießen.

Wie kann man einen WLAN-Repeater zurücksetzen?

Manchmal möchte man seinen WLAN-Verstärker wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn man ein gebrauchtes Gerät gekauft hat oder es Verbindungsprobleme mit dem WLAN-Verstärker gibt und man die Verbindung neu konfigurieren möchte.

Leider gibt es keine allgemeingültige Anleitung für alle WLAN-Verstärker, da sehr viele Hersteller Signalverstärker anbieten. Aber Du kannst Dich an folgenden Informationen orientieren:

  • Bei AVM Fritz! WLAN-Repeatern musst Du die WPS-Taste am Gerät für ca. 15 Sekunden drücken
  • Bei Geräten von TP-Link die Reset-Taste für 5 Sekunden drücken
  • Bei Netgear-WLAN-Repeatern benötigst Du eine Büroklammer, um den Reset-Knopf auf der Rückseite des Geräts für einige Sekunden zu drücken
  • Linksys-Extender besitzen auf der Rückseite eine Reset-Taste, die Du 8 Sekunden drücken musst

Beachte aber, dass dabei alle individuellen Einstellungen gelöscht werden, da Du damit einen sogenannten Hard-Reset durchführst.

Wie sicher ist der Einsatz eines WLAN-Verstärkers?

Wenn Du in Deiner Wohnungen einen WLAN-Verstärker einsetzt, erzeugt dieser ein weiteres WLAN-Netzwerk. Da die Datenübertragung auch in diesem drahtlos stattfindet, ist das Thema Verschlüsselung ebenfalls sehr wichtig.

Aktuell existieren die folgenden drei Sicherheitsstandards für Heimnetzwerke:

  1. WEP (englisch: ‘Wired Equivalent Privacy’)
  2. WPA (englisch: ‘Wi-Fi Protected Access’)
  3. WPA2

WEP ist der älteste Standard und sollte nicht mehr genutzt werden, da Angreifer ihn meist in kürzester Zeit knacken können. Um die maximale Sicherheit zu erhalten, sollte Dein WLAN-Verstärker mindestens WPA, noch besser, WPA2 unterstützen und diesen nutzen.

Wenn Du Deine übertragenen Daten optimal schützen möchtest, solltest Du sowohl in Deinem Router als auch im WLAN-Repeater die Verschlüsselungsmethode WPA2 verwenden.

Ist Dein WLAN nicht oder nur schlecht gesichert, kannst Du als Betreiber unter Umständen sogar haftbar gemacht werden. Und zwar immer dann, wenn jemand in der näheren Umgebung Dein WLAN nutzt und damit Straftaten, wie z.B. Online-Betrug, begeht.

Nur mit WPA oder WPA2 ist Dein WLAN optimal geschützt.

Möchtest Du die Sicherheit in Deinem WLAN zusätzlich erhöhen? Dann solltest Du die folgenden Sicherheitstipps des BSI einhalten:

  1. WLAN-Namen (SSID) ändern. Die meisten Router verwenden Standardnamen, gefolgt von einer Nummer-Kombination.
  2. Das werkseitig vergebene Gerätepasswort für die Web-Oberfläche des Routers ändern
  3. Den Sicherheitsstandard WPA2 als Verschlüsselungsmethode verwenden
  4. Das WLAN-Passwort auf ein langes und komplexes Kennwort mit Zahlen, Groß- und Kleinbuchstaben ändern
  5. Für Besucher ein Gastnetzwerk einrichten, um Gästen keinen Zugriff auf Geräte wie Drucker und Netzwerkfestplatten zu ermöglichen
  6. Wenn nicht unbedingt notwendig, alle Geräte mit LAN-Kabel statt mit WLAN verbinden
  7. WLAN-Zugang via MAC-Filter auf bekannte Geräte beschränken

Falls Du Dir nicht sicher bist, wie man ein gutes Passwort erstellt, versuche es einmal mit der Satz-Methode: Dazu denkst Du Dir einen einfachen Satz mit mehreren Wörtern aus. Im zweiten Schritt wählst Du die Anfangsbuchstaben jedes Wortes (inkl. Groß- und Kleinschreibung) und kannst zusätzlich einige Buchstaben noch gegen Zahlen ersetzen. Also ein ‘S’ durch eine ‘5’ oder ein ‘E’ durch eine ‘3’.

Beispiel: Der Satz "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold." wird mit der Satzmethode zu dem sicheren und einfach zu merkenden Passwort "RiS,s1G".

Kann man mehrere WLAN-Verstärker gleichzeitig nutzen?

Der Einsatz von mehreren WLAN-Verstärkern ist möglich und wird von den meisten Geräten auch unterstützt.

Allerdings solltest Du darauf achten, dass jeder WLAN-Repeater mit dem Internetrouter verbunden ist. In einem optimalen Setup befindet sich der WLAN-Router in einer zentralen Position und die WLAN-Repeater sind kreisförmig um den Router angeordnet.

So ist es zum Beispiel denkbar, dass sich Dein Router im Arbeitszimmer befindet und jeweils im Keller, Garten und Dachgeschoss ein WLAN-Verstärker angesteckt ist, um das Signal im Haus zu verbessern.

Was Du nicht machen solltest, ist die WLAN-Verstärker hintereinander zu schalten. Das bedeutet nur den ersten Repeater mit dem Access Point verbinden und alle folgenden mit dem vorherigen WLAN-Repeater. Dabei kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer instabilen Verbindung.

Von diesem Setup ist also abzuraten, da Du dadurch sehr viel Geschwindigkeit verlierst. Und sollte ein Repeater in der Kette ausfallen, sind alle nachfolgenden Repeater ebenfalls ohne Internet.

Eine Maximal-Anzahl an eingesetzten WLAN-Verstärkern existiert nicht. Allerdings kann es beim Einsatz von über 15 WLAN-Verstärkern zu Störungen durch Überschneidungen der WLAN-Netze kommen.

Wo kann man einen WLAN-Verstärker kaufen?

WLAN-Verstärker gibt es mittlerweile in vielen Elektromärkten zu kaufen oder bequem im Internet bei Amazon.

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Bei Amazon gibt es für das Modell "AVM FRITZ!WLAN Repeater" übrigens 4,5 von 5 Sternen bei über 7000 positiven Kundenrezensionen. Wenn das mal kein tolles Gerät ist?

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